Ökumene im Oberaargau

Nachdem wir im Herbst 2013 erstmals über 50 reformierte und christkatholische Pfarrkolleginnen und Pfarrkollegen zu einem Runden Tisch der Ökumene ins röm.-kath. Kirchgemeindehaus in Langenthal eingeladen hatten, haben wir in Zusammenhang mit dem Pastoralraumprojekt auch die ökum. Gottesdienste, Veranstaltungen und Anlässe innerhalb der vier Pfarreien Herz-Jesu, Bruder Klaus, St. Maria Königin und St. Christophorus zusammengetragen.

So wie die Ökumene bei der Erarbeitung des Pastoralkonzepts ein frühes Thema war, mit dem sich die Projektgruppe beschäftigte, ist sie es auch nach der Errichtung des Pastoralraums. Die Leitung des Bereichs Ökumene obliegt Diakon Giovanni Gadenz.

Ökum. Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen


       
       
 Fastenzeit   Wortgottesdienst  Langenthal  März
       
 1. August  Wortgottesdienst  Aareinseli, Wangen a. A.  August
       
 Bettag  Wortgottesdienst  Herzogenbuchsee     September
       
 Jahreskreis      GD am Arbeitsplatz      Betrieb in Huttwil  Oktober
       
 Christkönig  Totengedenken  Friedhof Wangen a. A.  November
   Totengedenken  Friedhof Herzogenbuchsee  November
       

 

Darüber hinaus versammeln wir uns

- zu Mittag- oder Abendessen für einen guten Zweck (Suppentag, 'Zämme ässe' o.ä.), sozialen Aktionen (z.B. Rosenverkauf zu Gunsten von FO/BFA) und offenen Weihnachtsfeiern an Heiligabend (z.B. 'WunderBar' in Herzogenbuchsee und 'Zäme fiire - einmal anders' in Wangen a. A.)

- zum Weltgebetstag der Frauen am 1. Freitag im März (an verschiedenen Orten)

- zu ökumenischen Kleinkinderfeiern (z.B. 'Fiire mit de Chliine' in Wangen a. A. und Herzogenbuchsee) sowie ökumenischen Andachten und Feiern in Altersheimen

- zu ökumenischen Feiern bei kommunalen Veranstaltungen (z.B. 2017 zur Einweihung des Altersheims AZS in Herzogenbuchsee oder zum Gottesdienst auf dem Brunnenplatz in Huttwil, 2018 zum kantonalen Jodlerfest in Wangen a. A.)

- zu Taizéliturgien in verschiedenen Kirchen (z.B. kath. Kirche Niederbipp, ref. Kirche Herzogenbuchsee)

- zur gemeinsamen Feier der Gottesdienste im Lebenslauf (z.B. Taufe, Ehe, Beerdigung).

Gottesdienstorte und Infos zu den einzelnen Anlässen

finden Sie im Pfarrblatt der Pfarreien Herz-Jesu (Herzogenbuchsee), Bruder Klaus (Huttwil), St. Maria Königin (Langenthal), St. Christophorus (Wangen a. A.).

Lichter weisen uns den Weg - Sein Licht leuchtet  uns! (Vorraum von Heiligkreuz bei einer Taizéliturgie)

Es ist uns ein Anliegen, dass wir in unserem Handeln die Vorgaben des Bistums umsetzen. In den Kerndokumenten des Pastoralen Entwicklungsplans Den Glauben ins Spiel bringen des Bistums Basel lesen wir:  

3.5 Über die eigene Gemeinschaft hinaus blicken
Wir leben als Kirche aus der Beziehung zu Gott, der als Dreieiniger selber Beziehung ist. Auf vielfältige Weise leben wir in der Welt und sind mit ihr verbunden. Diese Beziehungen wollen wir pflegen.

3.5.1 Beziehungen in der Kirche leben
Als Bistum Basel sind wir nicht die gesamte römisch-katholische Kirche. Wir stehen in Beziehung zu den andern römisch-katholischen Ortskirchen in der ganzen Welt. Wir stehen in Beziehung mit dem Papst, der den Dienst an der Einheit ausübt. Die Gemeinschaft mit der universalen Kirche kann Geduld erfordern. Der Austausch in ihr kann uns bereichern und erschliesst uns erst die Fülle des katholischen Glaubens.

3.5.2 Auf dem Weg der Ökumene weitergehen
Wir suchen die Einheit mit anderen christlichen Kirchen und Gemeinschaften, mit denen wir durch den Glauben an Jesus Christus und durch die Taufe verbunden sind. Je mehr die Kirchen gemeinsam das Evangelium verkünden, desto glaubwürdiger ist ihr Zeugnis. Deshalb ist es für uns wichtig, auf dem Weg zum gemeinsamen Zeugnis in der Ökumene weiter zu gehen. Dazu haben wir uns in der Charta Oecumenica verpflichtet. Wir suchen auf allen Ebenen des kirchlichen Lebens die Zusammenarbeit. Wo Grenzen bestehen, respektieren wir das Selbstverständnis der Kirchen. Ökumenisches Handeln ist für uns die Regel, nicht die Ausnahme.

3.5.3 Mit Menschen anderer Religion unterwegs sein
Wir haben die Offenbarung Gottes durch das jüdische Volk empfangen. Schrift geworden ist sie im ersten Teil unserer Bibel, im Alten Testament. Jesus war Jude. Wir vergessen nicht, dass uns eine schuldvolle Geschichte mit dem Judentum verbindet. Wir suchen den Dialog mit Menschen jüdischen Glaubens und wenden uns gegen jede Form von Antisemitismus.
Durch gemeinsame Wurzeln sind wir auch mit dem Islam verbunden. Eine konfliktreiche Geschichte, grosse Unterschiede in Glaube und Kultur und aufbrechende Spannungen mit der islamischen Welt können auch bei uns die Beziehungen zur grössten nichtchristlichen Religionsgemeinschaft in der Schweiz belasten. Kontakte helfen, Ängste und gegenseitige Vorurteile abzubauen. Deshalb suchen wir den Kontakt und das Gespräch vor allem an Orten, wo Muslime ihre Zentren haben, und leisten so einen Beitrag zum Zusammenleben und zum gegenseitigen Verständnis.
Mit Menschen weiterer Religionen verbindet uns die Überzeugung, dass die Welt in Beziehung zur Transzendenz steht, die Sinn und Gemeinschaft stiftet.

3.5.4 Mit Menschen guten Willens zusammenarbeiten
Wir arbeiten zusammen mit Menschen, Gruppen und Institutionen, welche gleiche Ziele verfolgen wie z.B. Gerechtigkeit, Achtung der Menschenrechte, Bewahrung der Schöpfung und Versöhnung.