Das Sakrament der Krankensalbung

'Im Kreuz ist Heil' - Kapelle auf Malta (Pfarreireise September 2015)

Im Pastoralraum Oberaargau feiern wir das Sakrament der Krankensalbung auf zwei Weisen:

- als gemeinschaftliche Feier in einem Sonntags- oder Seniorengottesdienst

am sog. Krankensonntag (1. Sonntag im März) um 09.30 in Heiligkreuz, Niederbipp

am ersten Dienstagnachmittag des Monats in der Osterzeit in Bruder Klaus, Huttwil

am Nachmittag des Herz-Jesu-Festes (3. Freitag nach Pfingsten) in Herz-Jesu, Herzogenbuchsee

an einem Mittwochnachmittag im November in Maria Königin, Langenthal

(Wegen des Fahrdienstes und des Rahmenprogramms zu diesen Feiern bitten wir Sie, das aktuelle Pfarrblatt zu beachten.)

- als Feier der Krankensalbung eines einzelnen Menschen

Diese Feier kann bei einem Hausbesuch oder vor einer medizinischen Untersuchung, einer Operation oder während eines Spitalaufenthalts stattfinden, gerne auch im Kreis Ihrer Familie.
Bitte nehmen Sie mit Ihrem Pfarramt Kontakt auf. Im Notfall sind derm Spital Langenthal unsere Koordinaten bekannt, Sie finden unsere Nummern auch unter Pastoralraumteam.

Gottes Beistand in beschwerter Lebenszeit

Es kann jede und jeden von uns treffen. Vielleicht aus heiterem Himmel bricht eine Krankheit über uns herein und verändert schlagartig unser Leben.
Liebe Menschen kommen ans Krankenbett, bringen Blumen mit oder eine kleine Aufmerksamkeit. Manche sind gute Zuhörer, wenn der Kranke von seinen Schmerzen und Ängsten spricht.
Doch jeder Kranke spürt: Meine Familie und meine Freunde können mich immer nur ein Stück durch meine Krankheit begleiten. Einen grossen Teil meiner Krankheit kann ich mit niemandem teilen – da bleibe ich mit mir allein. Diese oft sehr schmerzliche Erfahrung ist wie eine Kreuzung auf dem Lebensweg.

Einige Menschen verbittern in ihrer Einsamkeit. Andere erleben ihre Lebenskrise als völlig unerwarteten Aufbruch und erhalten einen neuen Blick auf die Welt und einen neuen Blick für Gott.
Wenn wir versuchen der Krankheit und dem Leid einen Sinn abzuringen, kommt – wenn überhaupt – nur ein vorsichtiges und unsicheres Stammeln dabei heraus. Letztlich wissen wir nicht, warum es Krankheit und Leid gibt.
Ein Blick in die Bibel kann uns aber zeigen, wer uns in unserer Krankheit und unserem Leid ganz nahe kommt. Die Botschaft der hl. Schrift sagt uns: Gott will alles mit dir teilen, auch deine schwersten Stunden. An verschiedenen Stellen berichtet die Bibel, dass Jesu Aufmerksamkeit besonders den Menschen auf der Schattenseite des Lebens galt – besonders auch den Kranken an Leib und Seele.
Er verkündete dies nicht nur (vgl. Mt 9,13 'Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken!') und suchte unermüdlich die leidenden Mitmenschen auf; sondern er erfuhr auch am eigenen Leib, wie körperliche und seelische Schmerzen einen Menschen erschüttern können.
Verzweifelt im Garten Getsemane, schmerzverzerrt am Kreuz, scheinbar verlassen von Gott und der Welt musste er unvergleichliche Qualen über sich ergehen lassen.
Doch sein Vertrauen auf Gott siegte, das Leid und der Tod hatten nicht das letzte Wort.


'Ist einer von euch krank, dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich. Sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben.' heisst es im neutestamnetlichen Jakobusbrief (Jak 5,14-15).