Das Sakrament der Firmung

Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den hl. Geist!

FEST VERANKERT - Decke im Grossmeisterpalast von Valletta (Pfarreireise 2015 nach Malta)

Die Firmung ist das Sakrament der Geistsendung. Unter verschiedenen Zeichen hat Christus selbst den Geist verliehen: Am Tag der Auferstehung hauchte er die Apostel an und sprach: Empfangt den Heiligen Geist (Joh 20, 19-23). — Im Sturmwind und im Feuerzeichen kam der Geist auf die junge Kirche. So schildert die Apostelgeschichte das erste Pfingstfest. Durch Gebet und Auflegung der Hände haben
die Apostel den Heiligen Geist weitergegeben (Apg 8, 14-17).

So wird auch heute die Firmung durch den Bischof oder einen beauftragten Vertreter gespendet.
Ein Gefirmter ist mit der Gemeinschaft der Christen vollkommener verbunden. Das Kompendium des Katechismus der katholischen Kirche sagt: 'Die Wirkung der Firmung ist die besondere Ausgiessung des Heiligen Geistes, wie einst an Pfingsten. Diese Ausgiessung prägt der Seele ein unauslöschliches Siegel ein und führt zum Wachstum der Taufgnade: Sie verwurzelt tiefer in der Gotteskindschaft, sie vereint fester mit Christus und mit seiner Kirche, sie stärkt in der Seele die Gaben des Heiligen Geistes; sie schenkt eine besondere Kraft, um für den christlichen Glauben Zeugnis abzulegen.' (Kompendium, Nr. 268.)

Firmung von Jugendlichen


Im Pastoralraum Oberaargau werden Jugendliche, die den Religionsunterricht von der 1.-8. Klasse besucht haben, gegen Ende des 8. Schuljahres gefirmt. Die Feier der Firmung findet, je nach Pfarrei, zwischen Pfingsten und Mitte Juni statt.

Um was geht es bei der Firmung, wie könnte man sie beschreiben? Im YOUCAT, dem 'Jugendkatechismus der Katholischen Kirche' findet sich folgender Vergleich:

Wenn ein Trainer einen Fussballspieler auf das Spielfeld schickt, legt er ihm die Hand auf die Schulter und gibt ihm letzte Anweisungen. So kann man auch die Firmung verstehen. Uns wird die Hand aufgelegt. Wir betreten das Feld des Lebens. Durch den Heiligen Geist wissen wir, was wir zu tun haben. Er hat uns motiviert bis in die Fingerspitzen. Seine Sendung klingt uns im Ohr. Wir spüren seine Hilfe. Wir werden sein Vertrauen nicht enttäuschen und das Spiel für ihn entscheiden. Wir müssen nur wollen und auf ihn hören. (YOUCAT 203)

Erwachsenenfirmung


Wenn Sie als Kind getauft wurden, sich aber später nicht haben firmen lassen, können Sie dieses Sakrament nach entprechender Vorbereitung auch im Erwachsenenalter empfangen.

Zweimal im Jahr wird im bischöflichen Ordinariat in Solothurn eine Erwachsenenfirmung gefeiert.
Sie haben auch die Möglichkeit, das Sakrament zusammen mit den Jugendlichen unserer Firmkurse oder in einem Sonntagsottesdienst zu empfangen.

Nehmen Sie mit uns Seelsorgern Kontakt auf, um Ihre individuelle Firmvorbereitung zu besprechen.